Die Philosophia Perennis oder uralte Weisheit, wie sie Helena P. Blavatsky im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zeitgemäß interpretiert und auf drei Kontinenten verbreitet hat, lehrt, daß es am Anfang der Menschheitsentwicklung eine Ur-Religion gab, ein Ur-Wissen (Die Synthese von Wissenschaft, Religion und Philosophie, gleichzeitig der Untertitel ihres Hauptwerks “Die Geheimlehre”, Eberdingen 2022), das das Erbrecht aller Völker ist und keinem Volk oder Institution allein gehört, wenn sie auch einen polygenetischen Ursprung der Menschenrassen postuliert. In Indien nennt man dieses Ur-Wissen Gupta Vidya.
In der westlichen Wissenschaft ist es umgekehrt, sie glaubt an den polygentischen Ursprung der Religionen und an einen monogenetischen Ursprung der Menschenrassen oder an eine Ur-Rasse.
Auch die Germanen hatten das Ur-Wissen, das man heute vor allem noch in den Veden und verkahlt in der Edda findet. Edda = Veda, ein d weggenommen und als v nach vorne gesetzt, v = 22 = 2+2 = 4, d=4, eine gängige okkulte Methode in der Mysteriensprache der Alten Welt, vgl. Mario Prass, Dr. Christian Lindnter usw. Hier gezeigt am Beispiel des Kali Yuga, dem vierten Zeitalter, das der Kali, der Schwarzen, dem kürzesten, aber gärigsten, Zeitalter:
“500 Türen und 40
Kenne ich in Walhalla,
800 Einherjer
Werden aus jeder treten,
Wenn der Kampf gegen Fenrir beginnt.”
- Grimmirlied, Edda
Wir rechnen: 500+40 x 800 = 432.000.
800 magische Krieger (Eingeweihte) = (Ein = 1) +1 = 801, rückwärts gelesen 108, die heilige hinduistisch-buddhistische Zahl 9 (1+8 und 5+4), die auch die Ur-Christen kannten, der buddhistische Zusammenhang ist noch um 900 bei König Harald Blauzahn in Dänemark nachweisbar (siehe Dr. Christian Lindtner: Jelling Runestone).
Auffällig ist auch die weitere heilige Rundzahl 500, von der aus auch in der Edda gerechnet wird.

Photo: Deckblatt einer isländischen Abschrift der Snorra-Edda aus dem Jahr 1666. Wikipedia, pubic domain.
Kali Yuga bedeutet aber nicht, daß alles schlecht ist, es gibt auch gute Zeiten und Zeiten des Aufstiegs, es bedeutet nur das geistloseste aller vier Zeitalter (Wagners Götterdämmerung) und darum viele Probleme, die aber selbst geschaffen wurden und sich auswirken.
Laut TheosophyWiki endete ein kleiner Unterzyklus des kali yuga von 5.000 Jahren zwischen 1897 und 1898, das insgesamt 432.000 Jahre dauert (esoterisch, also in realen Zahlen ohne Blende, exoterisch 4.320 Jahre).
Die Anthroposophen weichen davon ab, und behaupten, der erste Zyklus von 5.000 Jahren sei das ganze Yuga. Zitat von AnthroWiki:
“Das Kali Yuga (Sanskrit, n., कलियुग, kaliyuga „Zeitalter der Kali“), das letzte der vier gegenwärtigen Yugas, war das finstere Zeitalter, mit dessen Beginn, den Rudolf Steiner für das Jahr 3101 v. Chr.[1] ansetzt, die letzten Reste des alten Hellsehens am Ende der Urpersischen Zeit (5067 – 2907 v. Chr.) für den weitaus größten Teil der Menschheit schlagartig erloschen sind. Das Kaliyuga währte 5000 Jahre und endete somit nach Rudolf Steiner 1899.”
Es wäre interessant, herauszufinden, ob dies Steiner wirklich so gelehrt hat, oder ob das nur die Interpretation von Steiners Redakteuren ist.
Jedenfalls hat Helena P. Blavatsky die bis dahin geheimen esoterischen Zahlen und Zyklen seit über 100 Jahren öffentlich bekannt gemacht, die exoterisch verkürzt wurden durch Streichung der Nullen. Sie informiert uns darüber wie folgt:
“Doch es gibt noch ein anderes Buch. Keiner seiner Besitzer hält es für sehr alt, denn es wurde mit dem Schwarzen Zeitalter geboren und ist nur so alt wie dieses, nämlich etwa 5.000 Jahre. In etwa neun Jahren wird der erste Zyklus der ersten fünf Jahrtausende, der mit dem großen Zyklus des Kali-Yuga begann, enden. Und dann wird sich die letzte Prophezeiung dieses Buches (der erste Band der prophetischen Aufzeichnungen für das Schwarze Zeitalter) erfüllen. Wir müssen nicht mehr lange warten, und viele von uns werden den Anbruch des neuen Zyklus miterleben, an dessen Ende nicht wenige Rechnungen zwischen den Rassen beglichen und bereinigt werden.”
– Helena P. Blavatsky: The Secret Doctrine (1888), vol. I, Introductory, p. xliii; Eigenübersetzung.
Im Rückblick ist diese Vorhersage bemerkenswert, denn schon 1914 manifestierte sich die Ur-Katastrophe mit Beginn des 1. Weltkriegs (oder des 30-jährigen Krieges bis 1945, oder bis heute laufend), die laut ihrer Nachfolgerin Katherine Tingley schon 1896 akut war und hätte da schon ausbrechen können.
Blavatsky deutete in einem Editorial vom Januar 1889 in ihrer Londoner Zeitschrift Lucifer bereits über das Drei-Kaiser-Jahr 1888 an, daß daraus schlimmes Karma blühen wird:
“Vor einem Jahr wurde von den Herausgebern festgestellt, dass 1888 eine düstere Zahlenkombination war: Das hat sich seitdem bestätigt. Erdbeben und schreckliche Vulkanausbrüche, Flutwellen und Erdrutsche, Wirbelstürme und Brände, Eisenbahn- und Schiffsunglücke folgten in rascher Folge aufeinander. Fast jede Nation wurde von einem schweren Unglück heimgesucht. Besonders hervorzuheben ist Deutschland. 1888 erlangte das Reich praktisch das 18. Jahr seiner Vereinigung. Während der fatalen Kombination der vier Zahlen 8 verlor es zwei seiner Kaiser und pflanzte die Samen für viele schlimme karmische Folgen.”
– Helena P. Blavatsky: The year is dead, long live the year, Lucifer Jan. 1889, p. [353].

Wann wird das Aufblühen dieser karmischen Samen für Deutschland beendet sein? Das wissen nur die Götter.
