Short Receptions

Anthroposophie und Theosophie bei Agrippa 1855

Wissenschaft
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des Bösen.                     des Guten.
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Kakodämonie Kakosophie      Anthroposophie Theosophie

  • Agrippa von Nettesheim (Heinrich Cornelius) Magische Werke – Sammt den geheimnißvollen Schriften d. Petrus v. Abano, Pictorius v. Villingen…; Zum ersten Male vollständig ins deutsche übersetzt; Vollständig in fünf Theilen, mit einer Menge Abbildungen. Stuttgart: Scheible, 1855. p. 156.

Screenshot: Heinrich Cornelius, MDZ, fair use, public domain.


“In der positiven Morallehre des Confucius konnte die mildere Auffasssung keinen Platz finden, wohl aber in der Theosophie der Lao tze, wie denn das „Vergeltet Böses mit Gutem” im Tao teh king steht.”

  • Max von Brandt: Die chinesische Philosophie und der Staats-Confucianismus, Stuttgart: Strecker & Moser, 1898, p. 22.

“Im Jahre 1889 sagte Frau H. P. Blavatsky, eine treue Schülerin der östlichen Meister, dass die Erde ausser den zwei Bewegungen, die Tag und Nacht und die Jahreszeiten hervorbringen, eine dritte Bewegung habe. Sie sagte, dass die Bewegung der Erdachse durch eine Bewegung hervorgebracht wird, die mit der Zeit den Nordpol dorthin bringt, wo jetzt der Aequator ist, und dann dorthin, wo sich jetzt der Südpol befindet. Dieses, sagte sie, sei dem alten Aegyptern hekannt gewesen, und die berühmte Planisphäre von Dendera zeige, dass sie Kenntnis von drei Bewegungen hatten. Diese Feststellungen wurden in Verbindung mit dem Ganzen ihres unübertroffenen Werkes «Die Geheimlehre» verschrien.

Vor ein paar Jahren entdeckte ein Astronom, Herr G. E. Sutcliffe aus Bomhay, dass Laplace in seinen Berechnungen einen Fehler gemacht habe, und bewies das auch mathematisch. Die Entdeckung und Richtigstellung dieses Irrtums bestätigte mathematisch das Dasein einer dritten Erdbewegung, wie H. P. Blavatsky sie angeführt hatte. Sie lieferte auch eine Erklärung für die hisher verwirrende Tatsache, dass Ueberreste tropischer Tiere und Pflanzen in der Polarzone gefunden wurden. Eine solche Bewegung muss unbedingt in entsprechender Zeit an allen Orten der Erde tropische und Eisperioden erzeugen, wie sie der wechselnden Stellung gegenüber der Sonne entsprechen.

Herr Sutcliffe schickte der Zeitschrift «Nature» einen Bericht darüber ein. Diese Zeitschrift aber weigerte sich, ihn abzudrucken, und als der Autor seine Entdeckung in einer Flugschrift veröffentlichte, erregte er einen Sturm von Missbilligung. Es war bekannt, dass er «Die Geheimlehre» eingehend studiert hatte. Das erklärt die feindliche Annahme und ihre Begleiterscheinungen, die seine Darstellung fand.

Später aber konstruierte ein Franzose, ein Mechaniker, kein Astronom, einen Apparat, der die weitgehende Möglichkeit einer solchen Bewegung darstellte. Der Apparat wurde in der «Luisiana Purchase Exhibition» in St. Louis ausgestellt und von Camille Flammarion als der Forschung wert warm begrüsst. Hier lag etwas Greifbares, etwas
«Mechanisches» vor, und der Herausgeber des «Monist», der zwar den Erfinder als einen Mann darstellte, der gewissermassen unter «mystischen Einhildungen» leide (er
hatte nämlich behauptet, dass die alten Aegypter Kenntnis von dieser dritten Bewegung gehabt hätten), übersah dennoch grossmütig diese «Entgleisung» und sagte, dass er deshalb den Glauben an die Theorie des Herrn Beziau nicht verloren habe. Er veröffentlichte einen Aufsatz und eine Erklärung des Herrn Beziau, worin diese Bewegung und ihre Wirkungen auf die Erde in ähnlichen Ausdrücken beschriehen wurden, wie Frau Blavatzky und Herr Sutcliffe sie angewandt hatten. Herr Beziau ist nicht ausdrücklich als ein «Okkultist» bekannt, daher werden seine Angaben in Betracht gezogen.

Man könnte Beispiele dafür anführen, dass okkulte Belehrungen später von der materialistischen Wissenschaft bestätigt wurden. Eine davon ist die Atomtheorie, die in
den griechischen Philosophien und später in der «Geheimlehre» vertreten wird. Sie wurde dann 1897 angeblich von Professor Thomson «entdeckt».”

  • Max Heindel: Die Weltanschauung der Rosenkreuzer, Zürich, no date, c. 1950, pp. 512-513.

“Der okkulten Philosophie nach ist der Mensch in der Hauptsache ein dreigeteiltes Wesen, das sich dem esoterischen Forscher zu erkennen gibt als Körper, Seele und Geist. Demzufolge haben wir ein dreifaches Bewusstsein, und zwar ein einfaches Tages- oder Oberbewusstsein und ein zweifaches Unterbewusstsein. Letzteres wird manchen neu vorkommen, ergibt sich aber mit zwingender Logik aus den Tatsachen, wie ich sie durch mein Studium und eigene Forschungen kennengelernt habe und ist auch durch Experimente beweisbar.
Diese zweifache Natur des Unterbewusstseins entspricht dem niederen und dem höheren EGO der Theosophen. Demnach können wir auch von einem höheren Unterbewusstsein sprechen. In der neueren Psychologie bzw. Parapsychologie spricht man von einem Überbewusstsein, was dem höheren Unterbewusstsein der älteren Benennung entspricht. Um hier klar zu sein, werde ich also fortan zwischen Tagbewusstsein, Unterbewusstsein und Überbewusstsein unterscheiden, wobei wir also wieder die Dreiteilung des Menschen (in dieser Hinsicht) haben. […]

Das sind also 14 Medialitäts-Konstellationen, wobei noch zu beachten ist, dass nicht immer die Zahl, sondern mehr noch die Qualität der Konstellationen wichtig ist, und hier haben wir sehr hervorragende MK’s. […] Die Blavatsky (Hor. Nr. 36) hatte Asz. Krebs (I), Sonne Löwe (II), Mond im 4. Haus (X), Jupiter im 9. Haus (XII), Merkur Konjunktion Mars im 3. Haus (XXV) = 5 MK.”

  • A. M. Grimm: Hellwissen – Heilbesinnung und Prophetie. Aktuelle Probleme, Sonderdruck Nr. 202, Hans Baumgartner, Warpke-Billerbeck (Hannover) 1954, pp. 5, 53, Hervorhebungen im Original.

“HANS KAYSER
Für die Beurteilung der Kayserschen Harmonik ist es nicht unwesentlich festzuhalten, in welcher Zeit ihr Urheber wirkte. Kayser lebte von 1891 bis 1964 und begründete die Harmonik als System in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts. Es war also die Zeit nah dem Ersten Weltkrieg, in die die entscheidenden Arbeiten Kaysers fielen, und es ist auch nicht ohne Bedeutung, daß dies in Berlin geschah. Regten sich doch in dieser Zeit nach der ersten Kriegskatastrophe so manche geistigen Kräfte, die nach dem großen Zusammenbruch eine Erneuerung anstrebten. Und die Zeit schien diesen Bestrebungen günstig, ja gleichsam ein geistiger Hunger war spürbar, der sich gierig allen zukunftversprechenden Neuorientierungen zuwandte. Es ist kein Zufall, daß in dieser Zeit Theosophie und Anthroposophie aufblühten, daß sich eine wissenschaftliche Astrologie neu konstituierte (332, S. 307 ff.), daß man sich erneut mit den Rosenkreuzern befaßte (348); kein Zufall auch, daß viele sich in der Wiederbelebung der Mystik Zukunftsträchtiges erhofften, so daß Kayser dem Inselverlag eine Mystiker-Ausgabe vorschlagen konnte (475, S. 34) und daraufhin auch den Auftrag erhielt, die Buchreihe Der Dom – Bücher deutscher Mystik zu edieren. Alte esoterische Traditionen fanden also plötzlich ein lange verschüttetes Interesse, und so war die Zeit – unter dieser- Perspektive betrachtet – durchaus reif für die Erneuerung der Harmonik, ganz abgesehen davon, daß auch Josef Matthias Hauer eine Art harmonikaler Esoterik mit stark mystischem Einschlag schuf, über die man sich am besten bei Pfrogner informieren kann (518, S. 210 ff.).”

  • Rudolf Haase, Geschichte des harmonikalen Pythagoreismus, Wien 1969, p. 145.


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